Julia

  • Testimonial

    Julia Kimmelmann

    geb. 12.10.1993

    Julia Kimmelmann

    Tennis begleitet mich mein ganzes Leben. Es ist ein unglaubliches Erlebnis, einen klaren Winner zu spielen oder den letzten entscheidenden Punkt zu verwandeln. Das berauscht mich jedes Mal aufs Neue und lässt mich ein Gefühl der Vollkommenheit verspüren. Ich bin sehr dankbar für die Zeit auf dem Tennissplatz und meinen Erfahrungen durch den Sport.  Ich freue mich diesen besonderen Sport noch viele Jahre auf hohem Niveau spielen zu können und möchte auch euch gerne meine Leidenschaft zum Tennis zeigen und diese mit euch teilen.

Zu Beginn

1993- 2005

Aufgewachsen bin ich in Aachen, wo meine sportliche Laufbahn beim TC GW Aachen begann. Schon in jungen Jahren spielte ich mit der Damen-Mannschaft in der höchsten Liga des Tennisverbandes Mittelrhein (TVM). Mein erster großer Erfolg: Der Sieg beim Jüngstenturnier in Detmold – den inoffiziellen deutschen Meisterschaften für unter 12-Jährige.

Jugend

2005- 2010

Kurz darauf lernte ich meinen langjährigen Coach Robert Orlik kennen. In seiner Trainingsgruppe konnte ich bereits damals den Alltag von Profispielern miterleben. Dann folgte mein Mannschaftswechsel zum RTHC Bayer Leverkusen, wo ich zunächst in der Regionalliga und schließlich nach unserem weiteren Aufstieg in der 2. Bundesliga spielte.

In dieser Zeit habe ich mich auch erfolgreich durch nationale wie internationale Jugendturniere gekämpft: Ich gewann mehrmals den Deutschen Meistertitel im Einzel (2009, 2010) und im Doppel (2007, 2010). Und ich durfte – neben individuellen internationalen Wettkämpfen – sogar für das deutsche Nationalteam im Europa-Cup (Junior-FedCup) und bei den Europameisterschaften antreten.

Europa Cup Team in Rochin, Frankreich

ITF/WTA

2009/2010

Ab 2009 sammelte ich mit 16 Jahren meine ersten Erfahrungen auf der Profi-Tour und kletterte langsam auf der Weltrangliste empor. Im selben Jahr reiste ich damals noch als Zuschauerin zum WTA Turnier – „Porsche Cup“ – nach Stuttgart. Bereits ein Jahr später nahm ich mit einer Wildcard ausgestattet selbst daran teil. Ich spielte mich unter die letzen acht der Qualifikation und spürte zum ersten Mal das besondere Feeling der „großen Tour“. Das hat mir richtig Auftrieb gegeben und ich erreichte im Verlauf des Jahres in Akko (Israel) sogar mein erstes Finale bei einem ITF-Turnier.

2011 

Im Frühjahr absolvierte ich meine letzte Abi-Prüfung am Gymnasium in Aachen. Mit dem Abitur in der Tasche und ohne doppelte Belastung durch die Schule waren die Turnierreisen und das Training wesentlich entspannter. Es war für mich ein lang ersehnter Schritt, aber dennoch eine einschneidende Erfahrung: Nun konnte ich mein Leben komplett und frei dem Sport widmen.

2012

Schließlich folgten auch die ersten Turniersiege auf der ITF-Tour. Beim RTHC Bayer Leverkusen, meinem damaligen Verein, gewann ich im Sommer 2012 meinen ersten Titel vor heimischer Kulisse. Mein nächstes Finale folgte bereits im Oktober in Loughborough (Großbritannien).

2013

Gute Vorbereitungszeit – intensiver Jahresbeginn: innerhalb von anderthalb Monaten konnte ich Anfang des Jahres zwei Finals in Folge im Einzel und im Doppel für mich entscheiden (ITF in Stuttgart Stammheim und in Kaarst (beide Januar 2013)). Außerdem erspielte ich eine Halbfinalteilnahme bei einem höher dotierten Turnier (ITF $25.000 in Grenoble, Frankreich) und schließlich den dritten Turniertitel (ITF in Leimen, beide Februar 2013) innerhalb weniger Wochen !

Neben Erfahrung brachte mir  diese siegreiche Periode viele Weltranglistenpunkte und damit mein bisher bestes Ranking: WTA Platz 350.

April 2013

Was danach geschah ist aus sportlicher Sicht die bitterste Zeit für einen Athleten: Eine Entzündung im rechten Kniegelenk bedeutete für zunächst unbestimmte Zeit den Ausschluss vom aktiven Turniergeschehen.

Ich hatte stets das Gefühl „bald“ genesen zu sein. Deshalb war es auch für mich überraschend, dass ich meinen im Herbst 2013 vereinbarten Wechsel zum Bundesligisten TEC Waldau Stuttgart in der Saison 2014 leider nicht realisieren konnte.

Wie sich leider herausstellte, wurde es eine ungewöhnlich lange Auszeit. Ich lernte, mich immer besser mit einem Leben ohne die krassen Strukturen des Leistungssports zu arrangieren. Dafür hatte ich Zeit, mich mit anderen Dingen zu beschäftigen, wobei ich nie ganz abseits des Platzes war. Ohne die Hilfe eines grandiosen Teams, u.a. dem ärztlichen Team um Dr. Carsten Radas, und den besten und hilfreichsten Menschen, die mich umsorgten und motivierten, hätte ich niemals so viel Kraft geschöpft, um neue Zeiten in Angriff zu nehmen.

Seit dem Sommer 2014 arbeite ich mit meinem Athletiktrainer Till Sukopp zusammen. Mit seiner Hilfe konnte ich nach meiner Genesung meinen schrittweisen physischen Aufbau betreiben. Schließlich habe ich meine ersten Turniere auf nationaler Ebene im Januar 2015 bestritten. Im Herbst erreichte ich mein erstes Finale nach der Verletzung auf internationaler Ebene im italienischen Santa Margherita di Pula.

Runner-Up ITF 10K St. Margherita di Pula Okt. 2015

Anfang des Sommer 2016 begann die Zusammenarbeit mir Andreea und Stephan Ehritt-Vanc. Im Oktober belegte ich den dritten Platz bei einem internationalen Turnier in Ismaning (bei München) außerdem war ich mit meiner Partnerin Siegreich im Doppel.

2017 spielte ich meine erste Saison in der ersten Bundesliga für den TK BW Aachen und bin seitdem ein fester Bestandteil des Teams.

2018 war ich vor allem im Doppel erfolgreich. Gemeinsam mit meiner englischen Partnerin haben wir zwei Titel auf der ITF-Tour geholt (Bukarest Juni, Baja, Juli). Außerdem gelang mir ein dritter Sieg im Doppel im irländischen Dublin (August). Im September trat ich meine erste Reise nach Australien an, um mich dort auf internationalen Turnieren zu messen. Neben den gewonnenen Erfahrungen bei den verschiedenen Turnieren, konnte ich mich einem Tennisclub im norden Melbournes anschließen um gemeinsam mit dem Team die höchste dortige Tennisliga, die „Premiere League“ zu bestreiten. Auch hier hatte ich viele hochklassige Matches und dazu die Stärke eines Teams im Rücken.

Nach 2017 war ich auch im November 2018 wieder für das deutsche Studenten-Nationalteam bei den Studenten-Team-Weltmeisterschaften unterwegs. Im französischen Grenoble erreichten wir (wie 2017) den dritten Platz und konnten uns damit die Bronzemedaille sichern!

Ich danke allen, die mich auf meinem Weg begleiten und mich unterstützen. Ich freue mich, wenn euch meine Leistungen begeistert und ich hoffe auch noch in Zukunft lange diesem wunderbaren Sport nachgehen zu können. Bitte zögert nicht, bei Fragen zu meiner Person oder anderen Anliegen den Kontakt zu mir oder meinem Team zu suchen.

Eure Julia